KMGV hat neue Notenwarte

Seit Jahresbeginn führen Werner Stoll und Jans Hanzlik das KMGV-Notenarchiv
Seit Jahresbeginn führen Werner Stoll und Jans Hanzlik das KMGV-Notenarchiv

Erstmals (soweit bekannt) in der Geschichte des Kölner Männer-Gesang-Vereins wachen gleich zwei Herren über den größten Schatz des Chores – das wertvolle Notenmaterial. Im Archiv des KMGV lagern rund 1.200 Partituren und Chorsätze, um deren Pflege sich seit Jahresbeginn Werner Stoll (1. Tenor) und Jens Hanzlik (1. Bass) kümmern. Sie lösen den bisherigen Notenwart Hartmut Hauenschild (1. Bass) ab.

Zunächst haben die Sänger das Notenarchiv im Dachgeschoss der Wolkenburg kräftig entrümpelt, Tische und Regale entsorgt und damit viel Platz geschaffen. Dazu wurden alle Notenblätter in mühevoller Kleinarbeit gesichtet – und mehrere hundert Blätter mit unleserlichen Notizen weggeworfen. Parallel erstellte Werner Stoll ein "Muster-Archiv" – in 12 Ordnern lagert nun zu jedem Titel ein sauberes Original samt Hinweis, wo die Exemplare für die Sänger gelagert sind.

Auch haben die neuen Notenwarte das System zur Ausgabe und Verwendung der Noten durch die Sänger verändert, damit es in Proben nicht mehr zur Situation kommt, dass wegen fehlender Exemplare die Einstudierung neuer Stücke vertagt werden muss. Informationen zum neuen Verfahren erteilen die Notenwarte gern.

Digitalisierung der Partituren geplant

»Ein unfassbar weites Feld fürs Notenarchiv ist die sogenannte Digitalisierung«, erklären die Notenwarte gegenüber der Burgboten-Redaktion. Ideen hat Jens Hanzlik bereits reichlich gesammelt. Die Umsetzung allerdings werde durch viele rechtliche Fallstricke erschwert. Zunächst einmal fehlt dem Verein für die vorhandenen Noten schlicht und einfach das Recht auf digitale Verwertung. Das bedeutet, der Verein darf nicht einfach, beispielsweise per E-Mail oder via Daten-Cloud, Noten zur Verfügung der Sänger stellen, weil dadurch eine unkontrollierte Weitergabe ermöglicht wird.

– BW / UR –

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